F O R L

Als FORL definiert man eine der häufigsten Zahnerkrankungen der Katze, nämlich feline odontoklastische resorptive Läsionen der Zahnsubstanz. Sie ist eine der schmerzhaftesten Erkrankungen bei dieser Tierart und tritt bereits schon im mittleren Alter bei jeder zweiten Katze auf. Als Ursache werden Immunstörungen im Zahnauf- und abbau diskutiert sowie virale Infektionen und chronische Entzündungen des Zahnhalteapparates. Es kommt zu einem Abbau der Zahnhartsubstanz durch körpereigene Zellen (Odontoklasten). Dieser beginnt im Wurzelbereich und ist somit dem Auge des Tierhalters verborgen. Die Schädigung des Zahnes geht bis in die Krone, die dann letztendlich abbricht. Eine Diagnosestellung ist daher nur über orale Röntgenaufnahmen möglich.

Symptome:
  • vermehrtes Speicheln
  • Schmerzäußerungen bei Futteraufnahme oder sogar Futterverweigerung
  • Fallenlassen von Futter
  • Zähneknirschen und Kopfschiefhaltung

 

Einteilung:
  • Typ 1 – Knochenabbau und Wurzelauflösung
  • Typ 2 – Umbau der Wurzeln in knochenartiges Gewebe
  • Typ 3 – Mischformen

Die Einteilung, die nur röntgenologisch erhoben werden kann, ist von klinischer Bedeutung, da für beide Typen (1 und 2) verschiedene Therapiemöglichkeiten bestehen.

Therapie:
  • Bei Typ 1 Erkrankung müssen betroffene Zähne incl. der Wurzeln entfernt werden.
  • Bei Typ 2 reicht die Kronenamputation, da die befallenen Wurzeln schon umgebaut sind und keine Entzündungserscheinungen vorliegen.
Dres. Reinartz
Fachtierärzte für Tierärztliche Allgemeinpraxis und Kleintiere in Jülich