Krankheiten

Hier stellen wir einige Informationen zu den gängigsten Krankheiten zusammen (zunächst für Hunde und Katzen).

Allgem. Hinweis zu Impfungen

Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfung - Was ist das?

Die Auseinandersetzung des Organismus mit verschiedenen abgeschwächten oder abgetöteten Erregem anläßlich von Impfungen führt zur Bildung von Schutzstoffen (sog. Antikörpern). Diese werden mit der Muttermilch übertragen, so daß die Welpen nach ihrer Geburt normalerweise auf diese Weise geschützt sind.

Allerdings hält dieser Schutz nur wenige Wochen an, und die Jungtiere müssen frühzeitig durch Impfungen zur Bildung eigener Schutzstoffe angeregt werden.

Die Grundimmunisierung ist der erstmalige Aufbau eines Impfschutzes. Wegen der eventuell noch vorhandenen mütterlichen Schutzstoffe ist diese meist erst nach zweimaliger Injektion bei jungen Tieren abgeschlossen.

Da die Schutzwirkung von Impfungen zeitlich begrenzt ist, müssen Wiederholungsimpfungen in regelmäßigen Abständen vorgenommen werden. Nur so wird gewährleistet, daß z.B. Ihr Hund dauerhaft geschützt ist.


Allgemeine Hinweise

Fuchsbandwurm

Es besteht Infektionsgefahr für Mensch und Haustiere
Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit, der auch Kleinnager (wie Mäuse) befällt. Somit können auch Katzen, manchmal auch Hund und Mensch infiziert werden.
Der Fuchs als Endwirt beherbergt den geschlechtsreifen Wurm und scheidet mit seinem Kot Bandwurmeier aus. Mäuse und Bisamratten nehmen die Eier mit ihrer Pflanzennahrung auf und werden dadurch zu infizierten Zwischenwirten. In den inneren Organen dieser Zwischenwirte vollzieht sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne. Die Kleinnager wiederum werden vom Fuchs als Hauptbeutetiere gefressen. So gelangt die Bandwurmfinne in den Endwirt Fuchs, in dessen Darm sie sich zum geschlechtsreifen Bandwurm entwickelt.
Auch Hunde und Katzen können infizierte Mäuse fressen. Sie werden dann genau wie der Fuchs infiziert und damit zu Endwirten, in deren Dünndarm der Fuchsbandwurm lebt. Krankheitserscheinungen wie Darmentzündung, Durchfall, Abmagerung oder stumpfes Fell treten jedoch nur bei starkem Wurmbefall auf. Die Fuchsbandwurminfektion bei Hund und Katze gewinnt dadurch an Bedeutung, daß die Tiere zu Ausscheidern von Bandwurmeiern werden und ihr Kot - ebenso wie der des Fuchses - Ansteckungsquelle für den Menschen sein kann.
Der Mensch muß Bandwurmeier über den Mund aufnehmen, um sich zu infizieren. Hygiene im Umgang mit Tieren sowie das Unterlassen allzu zärtlicher Kontakte sind also lebensrettende Maßnahmen.
Hat der Bandwurm den Menschen aber infiziert, werden vornehmlich Leber und Lunge befallen. Dabei entsteht ein Netzwerk von Schläuchen, das diese Organe weitgehend zerstört. Für den Zwischenwirt Mensch ist die Fuchsbandwurm-Infektion daher sehr gefährlich. Eine Heilung ist kaum möglich.
Die Vermeidung von Infektionsrisiken ist besonders wichtig. Bodennah wachsende Früchte wie Beeren und Pilze können mit Bandwurmeiern behaftet sein und sind dadurch eine gefährliche Ansteckungsquelle für den Menschen. Sie sollten niemals ungewaschen gegessen werden.
Im Umgang mit vierbeinigen Mäusefängern ist Hygiene der beste Infektionsschutz für den Menschen. Hände, die das Fell in der Afterregion berührt haben, dürfen nicht ungewaschen zum Mund geführt werden. Auch sollten Hunde und Katzen, die in der Nähe von Fuchspopulationen gehalten werden, regelmäßig entwurmt werden. Der Tierarzt verabreicht ein gegen den Fuchsbandwurm besonders wirksames, rezeptpflichtiges Medikament. Die Darmparasiten sterben dadurch ab und die Produktion von Wurmeiern wird unterbrochen.
(frei nach http://www.tieraerzteverband.de/tierrat/tg0895.htm)

Hundekrankheiten

Staupe

Die Staupe ist eine hochansteckende Virusinfektion, an der nicht nur Hunde, sondern auch marderartige Tiere (z. B. Marder, Frettchen, Nerze) erkranken können. Das Staupevirus ist eng verwandt mit unserem Masernvirus. Auch das Virus, das das Seehundsterben verursachte, ist ihm sehr ähnlich.

Die Staupe ist nach wie vor von hochaktuellem Interesse.

Aber wie sieht diese Erkrankung aus?
Infizierte Tiere scheiden Viren mit allen Körperflüssigkeiten aus und stecken hiermit andere Hunde an. Innerhalb einer Woche nach der Ansteckung bekommen die Hunde Fieber, bevor die eigentliche Krankheit ausbricht.

Diese kann sich durch drei sehr unterschiedliche Symptome äußern, die einzeln, aber auch in Kombination auftreten können:

Nervenform
Diese kann z. B. Lähmungen, Bewegungsstörungen, Gleichgewichtsstörungen oder auch Verhaltensänderungen zur Folge haben.

Darmform
Diese äußert sich mit mehr oder weniger heftigem Durchfall

Lungenform
Diese kann sich durch einfachen Husten bis hin zu einer Lungenentzündung darstellen.

Die Stärke der Erkrankung ist sehr unterschiedlich und kann bleibende Schäden hinterlassen (an den Zähnen, den Fußballen u. a.) oder gar tödlich enden.

Eine Impfung sollte im Normalfall alle 1-2 Jahre erfolgen.

Empfehlung: Verstärkt verzeichnen wir Importe von Hunden aus osteuropäischen Ländern, die von den dortigen "Züchtern" verkauft werden. Diese Tiere stellen ein Risiko dar. Deshalb empfehlen wir die jährliche Staupe-Impfung.

Hepatitis contagiosa canis

Die Hepatitis contagiosa canis ist eine durch Viren hervorgerufene, ansteckende Leberentzündung, die besonders Hunde, u. a. aber auch Füchse befallen kann. Beim Fuchs äußert sich die Erkrankung jedoch in einer Gehirnentzündung.

Hunde infizieren sich meist durch den Kontakt mit anderen Hunden oder an deren Körperausscheidungen (Urin, Kot, Speichel).

Einige Tage nach der Ansteckung zeigt sich Müdigkeit, vermehrter Durst und Appetitverlust. In Folge treten Bauchschmerzen auf, die durch einen aufgekrümmten Rücken oder durch eine besonders starke Berührungsempfindlichkeit hinter dem Rippenbogen deutlich werden können.

Auch Erbrechen, Durchfall und sogar Bindehautentzündungen sind häufige Symptome. Seltener kommen Krämpfe vor.

Vor allem bei Welpen verläuft die Erkrankung oft tödlich. Je älter die Tiere werden, desto milder kann die Erkrankung verlaufen.

Eine Folgeerscheinung der Erkrankung kann das sogenannte »blue eye« (=blaues Auge) sein, eine Hornhauttrübung, durch die das Auge undurchsichtig wird und wie ein Glasauge erscheint.
Eine Impfung sollte alle 1-2 Jahre erfolgen.

Parvovirose

Die Parvovirose, auch Katzenseuche genannt, ist eine ebenfalls sehr ernstzunehmende Virus- Erkrankung. Einmal in den Körper gelangt, befallen die Parvoviren vor allem Dünndarmzellen. Befallene Zellen werden zerstört. Die schlimme Folge ist ein sehr starker, oft blutiger Durchfall, häufig in Kombination mit Erbrechen.

Bei jungen Welpen in den ersten zwei Lebenswochen hingegen werden eher die Herzzellen angegriffen, weshalb hier hauptsächlich Herzfehler im Vordergrund stehen. Die Erkrankung geht in beiden Fällen häufig tödlich aus.

Ein großes Problem der Parvovirose stellt die monate- bis jahrelange Überlebensfähigkeit der Viren in der Umgebung dar. Die meisten Desinfektionsmittel, Hitze- und Kältebehandlungen sind wirkungslos, so daß die Krankheitserreger mit besonderen Maßnahmen bekämpft werden müssen.

Eine Ansteckung kann aufgrund der starken Widerstandsfähigkeit direkt über Artgenossen erfolgen, aber auch einfach durch eine infizierte Umgebung. Katzen haben im Prinzip die gleiche Erkrankung (Panleulkopenie oder Katzenseuche). Die entsprechenden Katzenviren sind für Hunde jedoch nicht gefährlich.

Eine Impfung der Hunde sollte jährlich erfolgen.

Parainfluenza

Die Parainfluenza wird durch gleichlautende Viren verursacht. Wie der Name vermuten läßt, löst das Virus eine Influenza-ähnliche Erkrankung aus.

Sie setzt sich in den Luftwegen der Hunde fest und führt meist zu einem trockenen, heftigen Husten, der manchmal bellend klingt. Dieser gehört in den großen Komplex des Zwingerhustens. Der Zwingerhusten ist eine Erkrankung, die durch unterschiedlichste Viren oder Bakterien, meist mehrere gemeinsam, ausgelöst werden kann.

Der Zwingerhusten tritt meist auf, wenn viele Hunde auf engem Raum Kontakt haben (Hundeplatz, Agility, Hundepension, und eine Mischung der unterschiedlichsten Keime aller Hunde stattfindet. Parainfluenzaviren spielen im Zwingerhustenkomplex eine Hauptrolle.

Die Parainfluenza-Impfung ist vor allem bei Hunden sinnvoll, die häufige Kontakt zu Artgenossen haben.

Die Impfung sollte jährlich erfolgen. Wer viel mit anderen Hunden kontakt hat, Hundesport betreibt oder zur Hundeschule geht, sollte die Zwingerhustenimpfung unbedingt jährlich durchführen.

Leptospirose

Die Leptospirose ist eine Erkrankung, die durch Bakterien hervorgerufen wird, die Leptospiren heißen. Die Ansteckung kann durch den Urin infizierter Hunde erfolgen, aber auch über Ratten an Tümpeln, Seen und feuchten Böden.

Die Leptospirose kann Nieren- oder/und Leberschäden hervorrufen, gelegentlich aber auch symptomlos verlaufen. Infizierte Tiere können monate- bis jahrelang hin und wieder Leptospiren über den Urin ausscheiden.

Diese Bakterien können auch andere Tiere sowie den Menschen befallen (!). Der Hund jedoch ist besonders anfällig für diese Erkrankung. Daher ist seine Impfung gegen Leptospirose besonders wichtig.

Die Impfung muß jährlich wiederholt werden.

Tollwut

Die Tollwut ist sicherlich die bekannteste und gefürchteste unter den beschriebenen Erkrankungen. Alle Säugetiere und Vögel, auch der Mensch, sind gefährdet.

Die Tollwut äußert sich vor allem in einer Gehirnentzündung. Eine Übertragung erfolgt meist mit dem Speichel durch den Biß. Von der Bißstelle aus wandern die Viren an den Nerven entlang Richtung Rückenmark und anschließend zum Gehirn, von dort aus zu den Speicheldrüsen, von denen aus das Unheil wiederum seinen Lauf nimmt ...

Während der Erkrankung durchlaufen die Tiere drei mehr oder weniger ausgeprägte Stadien, die von Wesensveränderungen (z.B. werden wilde Tiere zahm) über Aggressivität hin zur Depression mit Lähmungserscheinungen verschiedenster Muskeln gehen.

Die Erkrankung endet meist mit dem Tod (z. B. bei Füchsen). Es kommen jedoch auch atypische mildere Erkrankungsformen vor.

Sind die Tiere erst einmal erkrankt, ist deren Behandlung gesetzlich verboten, Sogar nur bei Verdacht auf Tollwut sind die Tiere zu töten. Es sei denn, man kann eine gültige Schutzimpfung nachweisen. Diese darf nicht länger als 12 Monate zurückliegen (lt. Tollwut-Verordnung).

Die Impfung sollte also jährlich wiederholt werden.

Borreliose
Was ist Zecken-Borreliose?

Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektion. Erreger der Zecken- Borreliose sind winzige Bakterien, die wie Korkenzieher aussehen. Hauptüberträger ist die in Deutschland weit verbreitete Zecke "Holzbock".

Die Krankheit beginnt oft erst Tage oder Wochen, nachdem die Zecke gesaugt hat. Zu Beginn zeigen sich beim Hund wenig markante Symptome, wie sie im Anfangsstadium vieler Infektionskrankheiten auftreten: Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber. Die dann einsetzenden Gelenksentzündungen lassen schon eher einen Verdacht auf Borreliose aufkommen. Meist sind verschiedene Gelenke wechselnd betroffen, vor allem die Gelenke an den Vorder- und Hinterläufen.

Aufgrund der sehr schmerzhaften Schwellungen beginnt der Hund zu lahmen, besonders nach dem Aufstehen. Im weiteren Verlauf können auch Nervensystem, Herz, Nieren und andere Organe geschädigt werden. Die Behandlung der Borreliose ist zwar möglich, doch sehr langwierig.

Wann und wo besteht INFEKTIONSGEFAHR?

Das Risiko einer Ansteckung herrscht praktisch überall, wo Zecken sind. Mancherorts trägt jede dritte Zecke den Erreger in sich. Der Holzbock lauert besonders in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern und Lichtungen mit großwüchsigen Gräsern, in buschreichen Gegenden, aber auch in städtischen Parks und naturnahen Hausgärten. Zeckensaison ist von März bis Oktober mit Höhepunkten im Frühjahr und Herbst.

Gefährdet sind alle Hunde, die sich in zeckenreichen Gebieten aufhalten.

Lebenszyklus der Zecke (Holzbock, Ixodes ricinus) und die Übertragung von Borrelia burgdorferie Nach dem Schlupf aus dem Ei entwickelt sich die Zecke über Larven und Nymphen zum erwachsenen Parasiten. Jedes Stadium benötigt zur Weiterentwicklung eine Blutmahlzeit. Zeckenlarven und Nymphen holen sich diese bevorzugt bei Wald- und Wühlmäusen, welche als Reservoir für die Borrelien-Bakterien dienen und selbst nicht erkranken. Auf diese Weise nimmt die Zecke schon früh die Erreger in sich auf.

Hat sich die infizierte Zecke beim Hund angesaugt, wandern die Borrelien-Erreger in die Speicheldrüse des Parasiten ein. Beim Saugen injiziert die Zecke ihren Speichel in die Haut des Wirtes und infiziert ihn so mit den Borrelien-Bakterien. Je länger die Zecke saugt, um so größer ist das Infektionsrisiko.

Das Impfverfahren gegen Zecken-Borreliose

Geimpft werden können sowohl erwachsene Hunde - einschließlich trächtiger Hündinnen - als auch Welpen (ab 12. Lebenswoche).

Erstimpfung

Um einen ausreichenden Impfschutz zu erreichen, muß Ihr Hund zweimal im Abstand von 3 bis 5 Wochen geimpft werden.

Der optimale Impfzeitpunkt

liegt in der kalten Jahreszeit (von Oktober bis Februar). Dadurch wird rechtzeitig vor dem Aktivwerden der Zecken ein Impfschutz aufgebaut.
Ein Impfbeginn ist aber das ganze Jahr über jederzeit möglich und sinnvoll.

Wiederholungsimpfungen

Zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes muß Ihr Hund spätestens 1 Jahr nach der Grundimmunisierung erneut geimpft werden. Weitere Wiederholungsimpfungen sind ebenfalls in jährlichem Abstand fällig.

Bei besonders hohem Infektionsrisiko, z.B. häufiger Aufenthalt in zeckenreichen Gebieten, für Zecken besonders "attraktiver" Hund sowie Jagdgebrauchshund wird empfohlen, den Impfschutz halbjährlich aufzufrischen (zusätzliche Mitsommerimpfung).
Achten Sie deshalb stets auf die Termine für Wiederholungsimpfungen in Ihrem Impfpaß.

Wann und Wie sollte geimpft werden?

Jungtiere werden im allgemeinen zwischen der siebten und zehnten Lebenswoche erstmalig geimpft. 3 bis 4 Wochen später erhalten sie in der Regel eine erneute Injektion, um die Grundimmunisierung abzuschließen. Danach ist lediglich eine jährliche Wiederholung notwendig.
Für die Impfung selbst stehen Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung, die gleichzeitig gegen mehrere der beschriebenen Infektionskrankheiten schützen.

Was, zu welchem Zeitpunkt und wie oft geimpft werden soll, entscheidet Ihr Tierarzt unter Berücksichtigung der ihm bekannten Seuchenlage.
Wichtig ist, daß das Tier zum Zeitpunkt der Impfung gesund sein muß, da die Immunitätsausbildung sonst gefährdet ist.


Leishmaniose *

In Deutschland treten verstärkt Krankheiten auf, die früher nur in wärmeren Ländern auftraten. Auch der Klimawandel kann eine Ursache dafür sein. Zu diesen Krankheiten gehören u.a. die mit einem * gekennzeichneten Krankheiten.

Überträger ist die Sandmücke, bisher in Baden-Würtemberg, Rheinland-Pfalz und vereinzelt in der Kölner Bucht gefunden worden, sonst nur in südlichen Ländern.
Symptome: Fieber, Lyphknotenschwellung, Lahmheiten, Ballenveränderungen an den Pfoten, schuppige Ekzeme, Haarausfall um die Augen, verstärketer Durst.


Anaplasmose *

Überträger sind Zecken, der gemeine Holzbock, kommt überall in Europa vor.
Symptome: Hohes Fieber über 2-3- Tage, Blutarmut, Gerinnungsstörungen, Gelenksentzündungen, Zentralnervöse Störungen.


Babesiose *

Im Frühjahr 2007 waren bereits mehr als 2200 Fälle registriert - Dunkelziffer unbekannt. Also Vorsicht! Die auch als "Hundemalaria" bezeichnete sehr gefährliche Krankheit ist auf dem Vormarsch. Etwa jeder 10. Hund starb trotz Behandlung. (Quelle: Veröffentlichung des bpt Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V.)

Die Babesiose wird durch die Dermacentor-Zecke übertragen, die zunehmend auch in ganz Deutschland zu finden ist.
Das Hauptproblem besteht darin, dass jede dieser Zecken den Krankheitserreger an ihre 5000 Eier weitergibt.
Im Gegensatz zu unseren heimischen Zecken, die sich erst einzeln durch Biss und Blutmahlzeit infizieren müssen.

Der Erreger befällt die roten Blutkörperchen und zerstört sie. Blutarmut, hohes Fieber und Gelbsucht sind die Folge. Es besteht Lebensgefahr für nicht behandelte Hunde.

Symptome: zu Beginn unspezifisch mit Müdigkeit, Lahmheiten, Appetitlosigkeit, im akuten Stadium hohes Fieber, Blutarmut, Gerinnungsstörungen, Leberprobleme, zentralnervöse Symptome.


Ehrlichose *

Sie wird durch die Zecke Rhipicephalus sanguineus übertragen, die meist als Urlaubsmitbringsel aus südlichen Gefilden importiert wird.
Symptome: Fieber, Erbrechen, Durchfall, Nasen und Zahnfleischbluten.


Dirofilarien *
(Herzwürmer)

Sie werden durch Stechmücken übertragen, die nur in den Mittelmeerländern zu finden sind. Hier sollte man vorallem bei importierten Hunden daran denken.
Symptome: bei starkem Befall Rechtsherzversagen, Fieber, verstärkte Atmung, Leistungsschwäche.


Gurkenkern-
bandwurm *

Der Wurm kommt sehr häufig in Deutschland vor, weil er durch Flöhe übertragen wird. Deshalb ist eine regelmäßige Entwurmung (alle 3 bis 4 Monate) und Entflohung notwendig. Er kann zu Magen-Darmproblemen führen.


Allgemeines zur Vorsorge
Wichtig bei Hunden

Wer nach England oder Skandinavien in Ferien fährt muss daran denken für den Hund eine Tollwuttiterbestimmung  vor der Einreise machen zu lassen. Bei längeren Impfintervallen kann der Titer absinken, deshalb frühzeitig untersuchen lassen.

Im Zuge der allgemeinen Reisefreudigkeit vor allem in den Süden und aufgrund des verstärkten Importes von Hunden aus südlichen Ländern sollte man die Vorbeugung gegen Zecken, Flöhe und für den Auslandsaufenthalt gegen Mücken nicht vergessen.

In Deutschland treten verstärkt Krankheiten auf, die früher nur in wärmeren Ländern auftraten. Auch der Klimawandel kann eine Ursache dafür sein. Zu diesen Krankheiten gehören u.a. die mit einem * gekennzeichneten Krankheiten.


Impftabelle Hunde

An dieser Stelle stand unsere Impftabelle für Hunde. Wir haben diese Tabelle erst mal heraus genommen.
Die Gründe hierfür sind, dass es neben dem klassischen Impfschema ganz individuelle Entwicklungen gibt, denen man beim Impfen Rechnung tragen muss. Wird ein Hund zum Beispiel viel auf Reisen mitgenommen oder hat er im Alltag verstärkt Kontakt mit anderen Tieren, können sich daraus beim Impfen andere Notwendigkeiten ergeben. Weitere Einflüsse auf Impfintervalle ergeben sich abhänig von den Zulassungen der Herstellerfirmen.

Sie sehen, es gibt einige Faktoren individuell bei jedem Hund zu beachten.

Aus diesem Grund empfehlen wir: wenn es um die Impfung Ihres Hundes geht, sprechen Sie uns bitte an, damit wir gemeinsam die Impfpraxis Ihres Vierbeiners besprechen können.


Katzenkrankheiten

Katzenschnupfen
Katzenseuche

Katzenschnupfen und Katzenseuche sind zwei infektiöse Krankheiten, deren Ansteckung zum einen durch direkten Kontakt mit erkrankten Katzen, zum anderen aber auch durch verunreinigte Gegenstände wie Freßnäpfe und Kleidung verursacht werden können. Um diesen weitverbreiteten Erkrankungen vorzubeugen, sollten alle gesunden Katzen im Alter von 8 Wochen und älter nach einer Beobachtungsphase zur Vorbeugung schutzgeimpft werden.


Tollwut

Die Tollwut kann nur direkt von Tier zu Tier übertragen werden. Katzen, die häufig Kontakt zu anderen Katzen haben (Freigänger) sind gefährdet. Wenn Sie es also Ihrer Katze ermöglichen wollen, sich auch außerhalb Ihrer Wohnung frei zu bewegen, so sollten Sie zur Sicherheit Ihrer Katze und auch zu Ihrer eigenen Sicherheit eine Tollwutschutzimpfung durchführen lassen.

Bei reinen (!) Wohnungskatzen ohne Fremdkontakte ist dies in der Regel nicht notwendig.

FIP, FIV u.
Katzenleukose

Bei diesen drei Erkrankungen handelt es sich um ansteckende Katzenkrankheiten, die unheilbar sind und i. d.R. zum Tod der Katze führen.

Hierbei können viele verschiedene bekannte und unbekannte Faktoren wie Streß, Gruppenhaltung und ähnliches bei infizierten Katzen zum Ausbruch der Krankheit führen. Ob eine Katze mit einer dieser Viruserkrankungen infiziert ist, läßt sich, wenn überhaupt, mit einiger Sicherheit nur anhand einer Blutuntersuchung feststellen.


Allgemeines zu
Vorsorge
Wichtig bei Katzen

Bei Katzen bleiben die jährlichen Impfungen außer bei der Tollwutimpfung, die auch alle zwei Jahre gegeben werden kann, wenn sie zweimal bei der Grundimmunisierung wiederholt wird.



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Letzes Update: 27.12.2011   Wie Sie zu uns finden.